Ratschläge für Eltern und Erzieher

na klar, wir machen mit,
denn Tränen löschen keine Brände

Durchschnittlich kommen in Deutschland jede Woche zehn Menschen durch Brände ums Leben!

Es fällt auf, dass insbesondere die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die Kinder, die Opfer von Bränden sind.

Feuerwehrmann rettet Kind

Sie zählen zu den Bevölkerungsgruppen die menschlichem Fehlverhalten und technischen Defekten im Brandfall hilflos gegenüberstehen und daher unsere besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen.

Brandschutzbewusstsein ist erlernbar und kann besonders für Kinder den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten!

Warum verursachen Kinder Brände?

Zunächst ist festzustellen, dass bei vielen Bränden die druch Kinder verursacht wurden, kein Vorsatz gegeben war.

Fast jeder vierte von der Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelte Tatverdächtige ist ein Kind unter 14 Jahren.

Die Aufklärung über die Gefahren des Feuers muss deshalb schon frühzeitig im Elternhaus beginnen.

Wir, die Erwachsenen, haben deshalb eine besondere Verantwortung gegenüber den Kindern, nämlich durch Aufklärung der Versuchung zum Zündeln entgegen zu wirken.

Dazu gehört auch, dass wir die Kinder gar nicht erst in Versuchung führen, z.B. indem wir im Haushalt benötigte Zündmittel für Kinder unerreichbar lagern. Oder gehören auch Sie zu denen, die ihre Zigarettenpackung und das Feuerzeug sorglos auf dem Tisch liegen lassen?

Denken Sie immer daran, was Kindern ihre großen Vorbilder, die Erwachsenen, vormachen, wollen sie nachahmen.

Feuer ist heiß

Kleinkinder schon frühzeitig mit dem Feuer bekannt machen. Durch das langsame Hinführen eines Fingers zur offenen Flamme macht das Kind die erste, unangenehme Bekanntschaft mit dem Feuer. Die erste Vorsicht wird wachgerufen.

Diese psychologische Einstimmung zum vorsichtigen Umgang mit Feuer ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Brände jeder Art, denn sie wird den Menschen auf seinem ganzen Lebensweg begleiten.

Feuer fasziniert

Um den kindlichen Spiel- und Nachahmungstrieb zu befriedigen, Kinder unter Aufsicht den richtigen Umgang mit Streichhölzern, Feuerzeug oder Kerze beibringen. Die Unterweisung solle sich an der geistigen Aufnahmefähigkeit, der Gemütsart und der Geschicklichkeit des Kindes orientieren.
Kerze anzündenDie Verbote allein, nicht mit mit Zündmitteln zu spielen, reichen jedoch nicht aus, sonder reizen meist nur zu dem noch viel gefährlicheren "heimlichen Spiel" mit dem Feuer.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind deshalb , dass es nur dann mit Zündmitteln umgehen darf, wenn Sie dabei sind.

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man ein Streichholz oder ein Feuerzeug gefahrlos anzündet.

Lassen Sie Ihr Kind z.B. die Geburtstagskerze, den Gartengrill, die Martinslampe, den Adventskranz oder auch Ihre nächste Zigarette anzünden.

Nur durch einen legalen Umgang mit Feuer können Sie dem Entdeckungstrieb des Kindes entgegenwirken.

Holen Sie sich bei dem pädagogischen Personal in Kindergarten und Schule Informationen und Rat hierzu ein und fragen Sie, was im Kindergarten oder in der Schule in diesem Bereich schon an Aufklärungsarbeit geschehen ist.

Vorbild sein!
Selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Streichhölzer und Feuerzeuge müssen so aufbewahrt werden, dass sie für Kinder unerreichbar sind. Dies gilt auch für brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Spiritus.

  • Chemie- und Experimentierkästen sind bei unsachgemäßer Handhabung sehr gefährlich. Experimente sind immer nur nach Vorschrift durchzuführen.

  • Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände.

  • Lagerfeuer, Grillfeuer o.ä. sollen Kinder nur unter Anleitung Erwachsener an den dafür vorgesehenen Plätzen entzünden. Dabei sollte auf folgendes geachtet werden:
    - Streichhölzer müssen vor der Benutzung auf Beschädigung untersucht werden.
    - Beim Anzünden das Streichholz nicht zu lang anfassen, damit es nicht abbricht.
    - Das Streichholz an der geschlossenen Schachtel vom Körper weg anreißen.
    - Keinen Spiritus o.ä. zum Anzünden von Grill- oder Lagerfeuern benutzen.
    - Zum Schluss mit Wasser löschen oder mit Sand abdecken. Niemals Kinder unbeaufsichtigt bei offenem Feuer zurücklassen. Feuer übt eine ungeheure Anziehungskraft aus!

  • Kinder dürfen nicht zum Einkaufen von Streichhölzern und Feuerzeugen geschickt werden!

  • Kinder müssen frühzeitig über das Verhalten bei einem Brand aufgeklärt werden. Wichtig ist, dass sich die Kinder auf keinen Fall verstecken! Sie sollten sofort bei einem Erwachsenen Hilfe suchen!

  • Mit Kindern ab dem Vorschulalter kann bereits der Notruf der Feuerwehr 112 eingeübt werden. Zum Wählen der Telefonnummer sind keine Zahlenkenntnisse notwendig. Man muss den Kindern nur die entsprechenden Tasten zeigen. Notfalls kann man auch farbige Markierungspunkte anbringen. Gleichzeitig ist aber auch darauf hinzuweisen, dass der Missbrauch der Notrufeinrichtungen verboten ist!

  • Löschversuche sollten Kinder alleine nicht unternehmen. In Sicherheit bringen und Hilfe herbeirufen ist das oberste Gebot.

  • Kinder sollen auf die Gefahren durch Feuer sensibilisiert werden
  • Verhinderung von Bränden und damit verbundene Schäden für Menschen, Tiere, Sachwerte und die Natur

Mit strikten Verboten, Abschreckung oder Angst erreichen Eltern nur den gegenteiligen Effekt, denn sie wecken nicht nur die Neugier, sondern auch den Trotz des Kindes mit der Konsequenz, dass das Kind in aller Heimlichkeit zündelt. Und gerade das ist die größte Gefahr.


News

Rauchmelder retten Leben

Rauchmelder retten Leben
Nachrüstfrist für Altbauten läuft im Juni 2012 aus!

Ab dann gilt uneingeschränkt die Rauchmelderpflicht für Alt- und Neubauten in Schlaf- und Kinderzimmer sowie in Fluren, die als Rettungsweg dienen.
Ihr Versicherer kann in einem Falle des Falles unter Umständen die Zahlung verweigern, wenn ein Brand ohne Rauch-melder den Schaden vergrößert hat.
Weitere Informationen auf

Rauchmelder-Lebensretter.de


Rahmenverträge für Feuerwehrangehörige

Auf der Seite des Deutschen Feuerwehrverbandes findet Sie folgende Aktionen für Feuerwehrangehörige:

T-Mobile: Exklusive Konditionen für die Feuerwehr
Travelcheck: Feuerwehrangehörige reisen günstiger
GEMA: Weniger zahlen für Musik

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