Das himmlische Feuer und seine möglichen Folgen
Doch wer die nachfolgenden blitzgescheite Regeln beachtet, dem wird auch so schnell kein zorniges „Himmeldonnerwetter" entfahren.
Entfernung des Gewitters
Gewitter werden erst dann gefährlich wenn der Zeitraum zwischen Blitz und Donner weniger als 10 Sekunden beträgt. Wie weit das Gewitterzentrum entfernt ist, lässt sich mit einer einfachen Faustformel ermitteln, in dem man die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählt oder mit einer Uhr stoppt. Eine Sekunde entspricht dabei etwa 300 Meter Entfernung.
Vorsichtsmaßnahmen im Freien
Wie sagt so schön der Volksmund: "vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen". So jedenfalls behauptet es der Volksmund seit Jahrhunderten, wenn es blitzt und donnert. Doch soll man diesem Volksmund wirklich trauen? Tatsächlich sind an Buchen deutlich weniger Gewitterschäden erkennbarer als an Eichen. Dies habe jedoch nichts damit zu tun, dass Gewitter diese Bäume verschonen würden, räumt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit einem
weit verbreiteten Irrtum auf. In Wirklichkeit leitet die glatte Rinde der Buche das Regenwasser und damit auch den Blitz außen am Stamm ab. Die Rinde der häufig stark bemoosten Eichen saugen sich hingegen regelrecht von Wasser und wird aus diesem Grund mit größerer Wucht von Blitzen getroffen und wird aus diesem Grund mit größerer Wucht von Blitzen getroffen.
Blitze sind nicht allzu wählerisch. Wenn man einmal im Freien vom Gewitter überrascht wird, sollte man erhöhte Punkte meiden - und auch selbst keinen darstellen, ob zu Fuß, zu Pferd oder auf dem Fahrrad.
Unter einzelnen Bäumen oder in der Nähe von Masten, auf Brücken oder Hügeln, oder gar im Wasser sollte man sich nicht aufhalten - Blitze fühlen sich geradezu magisch davon angezogen.
Sind also weder Haus noch Auto in der Nähe, ist bei sehr nahem Gewitter die Hockhaltung - Füße zusammen - am sichersten.
Vorsichtsmaßnahmen im Haus
Zu Hause ist man verhältnismäßig sicher, aber hier gilt: Vorsicht vor einem „Krimi mit Überspannung". Trotz intakter Blitzschutzanlage können Überspannungen Ihren hochwertigen elektronischen Geräten einen herben Schlag versetzen.
Verordnen Sie also Ihrem Fernseher eine Sendepause, Ihrem Computer eine Warteschleife, kurzum: ziehen Sie alle Netz- und Antennenstecker heraus!
Wirksam sind auch geeignete Überspannungsschutzeinrichtungen und ein konsequenter Potentialausgleich. Das zu installieren, ist allerdings Sache des Elektrofachmanns.
Wo schlagen Blitze ein?
Man unterscheidet zündende und nichtzündende Blitzschläge. Zündende Blitzschläge setzen Gebäude schlagartig in Brand, während nichtzündende Blitzschläge mechanische Beschädigungen am Gebäude und an elektrischen Installationen und Geräten verursachen. Große Überspannungsschäden können auch an Geräten der Unterhaltungselektronik und an elektronischen Bauteilen in Computern oder Produktionsanlagen infolge eines entfernt einschlagenden Blitzes entstehen.
Blitze schlagen am häufigsten in Gebäude oder Gegenstände ein, die das Gelände erheblich überragen. Auch niedrige, neben höheren Gegenständen stehende Gebäude können vom Blitz getroffen werden. Auch seitliche Einschläge sind möglich. Dabei ist nicht nur der unmittelbare Einschlag riskant, weil im Blitzkanal Temperaturen von etwa 30.000 Grad Celsius herrschen. Die Gefahr geht auch vom Blitzstrom in Umkreis von 20 Meter aus.
Der beste Schutz gegen Blitzschläge besteht in ordnungsgemäß ausgeführten und gewarteten Blitzschutzanlagen.
